Pressemitteilung: Audi-Know-how für M&H

Pressemitteilung: Audi-Know-how für M&H

Mit millionenschweren Investitionen ist das österreichische Unternehmen M&H international als Technologievorreiter im 3D-Druck auf der Überholspur. Künftig wird die Hightech-Schmiede auch von Audi-Know-how pilotiert: VW-Urgestein Heinz Hollerweger greift ans Steuer des oststeirischen Betriebs. Auf Basis des Neo-Mitglieds des strategischen Führungsteams der Ilzer steigt das Unternehmen in neue Geschäftsfelder ein. 

 Schon jetzt finden die von M&H gedruckten Komponenten Anwendung in unterschiedlichsten Branchen – vor allem aber in der Automotive- und Luftfahrtindustrie sowie in der Wasserkrafttechnik. (Credit: M&H)
Schon jetzt finden die von M&H gedruckten Komponenten Anwendung in unterschiedlichsten Branchen – vor allem aber in der Automotive- und Luftfahrtindustrie sowie in der Wasserkrafttechnik. (Credit: M&H)

Fehlenden Speed darf man dem steirischen 3D-Druckspezialisten M&H keineswegs attestieren – im Gegenteil: Erst vor wenigen Wochen haben die Ilzer den insgesamt drei Millionen Euro schweren Investitionsplan abgeschlossen, nun sorgt M&H für den nächsten strategischen Coup. Mit dem Automotive-Topmanager Heinz Hollerweger holt sich der 3D-Druck-Spezialist den ehemaligen Geschäftsführer von Audi Quattro, die sportliche Speerspitze der Ingolstädter, ins strategische Führungsteam: „Heinz Hollerweger hat über vier Jahrzehnte die Mobilität von Audi und Seat geprägt. Sein Know-how und der hohe Grad seiner internationalen Vernetzung werden M&H einen weiteren Wachstumsschub bringen“, freut sich Patrick Herzig, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

“Wer Funktionsintegration neu denkt, kommt am 3D-Druck nicht vorbei – und damit künftig auch nicht an M&H.” Heinz Hollerweger

Schub im Motorsport
Hollerweger stand zwischen 2013 und 2016 an der Spitze von Audi Quattro, davor leitete der Wahlsteirer – mit Nebenwohnsitz in Heimschuh – unter anderem ein Jahrzehnt die Entwicklung des Gesamtfahrzeugs im Audi-Konzern. Zuletzt steuerte der gebürtige Oberösterreicher die technische Ausrichtung des Seat Cupra in Barcelona. In der additiven Fertigung sieht Hollerweger hohes Potenzial: „Es gilt ganz genau abzuwägen, welche Anwendungsfälle für den 3D-Druck in Frage kommen. Doch unabhängig von der Branche gilt: Wer Funktionsintegration neu denkt, kommt am 3D-Druck nicht vorbei – und damit künftig auch nicht an M&H.“ Konkret will der Neo-Ilzer daher verstärkt auf funktionsorientierte Entwicklung setzen, „da wir mit dem 3D-Druck nicht nur Bauteile optimieren, sondern das Potenzial vorfinden, technische Funktionen ganzheitlich zu revolutionieren. Wir stehen hier erst am Anfang.“ Die technologischen Vorteile des Produktionsverfahrens will der Topmanager daher nicht nur in der Automotive-Industrie nutzen, sondern verstärkt auch in die Medizintechnik transferieren. „Hier sehen wir vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Einerseits im Gerätebaubau sowie andererseits in hochindividuellen Implantaten, beispielsweise im Bereich der Schädeldecke.“ Auch im Motorsport sieht Hollerweger großes Potenzial, die bereits bestehenden Beauftragungen zu intensivieren.

Duo: Heinz Hollerweger, Neo-Mitglied des strategischen Führungsteams von M&H, mit CEO Patrick Herzig

Verdoppelung der Kapazitäten
Der Topmanager greift dabei auf ein gut bestelltes Haus zurück: Auf Basis des kürzlich abgeschlossenen Investitionsprogramms wurde die Produktionsfläche von 500 auf 1.000 Quadratmeter verdoppelt. Die gesamte Wertschöpfungskette wird auf den neu geschaffenen Flächen des 20-köpfigen Betriebs abgebildet: von der Topologie-Optimierung über die Simulation bis eben hin zum 3D-Druck und der konventionellen Nachbearbeitung bzw. Veredelung. Komponenten aus Titan, Aluminium, Edelstahl sowie auch Materialen wie Scalmalloy und Inconel können auf dem aktuell produktivsten 3D-Metalldrucker Österreichs hergestellt werden. Auf die konventionelle Bearbeitung von Bauteilen, also Drehen und Fräsen, setzt M&H weiterhin. „Ergänzend zum 3D-Druck“, sagt Herzig.

Über M&H CNC Technik GmbH

Die M&H CNC Technik GmbH wurde von Patrick Herzig und Robert Mauerhofer am Standort Ilz/Fürstenfeld in der Steiermark, Österreich, gegründet. Aktuell beschäftigt der 3D-Druck-Spezialist 20 Fachkräfte. Geschäftsführer des Unternehmens ist Patrick Herzig.